Lena Reinhold arbeitet freischaffend als Schauspielerin und Dramaturgin für Film und Theater.
Sie wurde 1982 in Darmstadt geboren und wuchs am Bodensee auf. Nach Auslandsaufenthalten in Texas (99/2000) und Paris (2002/2003) studierte sie Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Theaterwissenschaft und Philosophie an der Freien Universität Berlin und beendete ihr Studium mit einem Magisterabschluss.
Ihre Texte wurden u.a. in Literaturzeitschriften (Edit und hochroth) veröffentlicht. 2013 erhielt sie den Konstanzer Förderpreis für Literatur.
Seit 2008 arbeitet Lena Reinhold als Dramaturgin und Schauspielerin eng mit der Regisseurin Nicole Oder zusammen. Von 2008-2020 entstand eine Vielzahl gemeinsamer Arbeiten am Heimathafen Neukölln. Zusammen mit der Künstlerin Benthe Theuvsen entwickelten Reinhold und Oder zum Beispiel das Format der Live-Graphic-Novel, bei dem Teile des Bühnenbildes während der Vorstellung am Overhead-Projektor live gezeichnet und projiziert werden. Die so gearbeitete Produktion HUMAN TRAFFIC (Trailer), eine freie Adaption des Romans FLUCHT von Hakan Günday, war 2017 für den Friedrich-Luft-Preis nominiert. Weitere Projekte waren u.a. HAROUN UND DAS MEER DER GESCHICHTEN nach Salman Rushdie (2017), PETER PAN (Trailer) (2018/2019), SUCHE… (2020). Seit 2021 arbeiten Oder und Reinhold unabhängig vom Heimathafen. Das Projekt RE:MEMBER, ein digitaler Raum zur Aufarbeitung einer NS-Familiengeschichte, wurde vom Fonds Darstellende Künste gefördert, die Theaterproduktion UNKNOWN INTELLIGENCE kam 2023 im tak-Theater im Aufbauhaus zur Aufführung.
Auch mit der Filmemacherin und Autorin Hanna Slak arbeitet Reinhold sowohl als Dramaturgin als auch als Schauspielerin zusammen. Der gemeinsame Poetry Film Standard Time, der auf einem Gedicht von Daniela Seel basiert, gewann 2017 den Weimar Poetry Film Award und 2018 das Zebra Poetry Film Festival. Slaks Spielfilm Kein Wort unterstützte Reinhold in der Drehbuchentwicklung und der dramaturgischen Beratung.